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Wein Güteklassen

Da man am Etikett oder der Flasche nicht zwangsläufig die Qualität des Inhalts erkennen kann ist, ist eine Einteilung des Weins in Güteklassen durchaus hilfreich und kann zur groben Orientierung dienen. In Deutschland ist die Bezeichnung der Weine mit Güteklassen so ausgeprägt wie in kaum einem anderen Land.

Tafelwein

Hinter der wohlklingenden Angabe Tafelwein stecken Weine der niedrigsten Qualtiätsstufe. Diese Weine haben die geringsten Anforderungen an ihre Beschaffenheit und Herkunft. Ofiziell heißt der Tafelwein heute „Deutscher Wein ohne Herkunftsbezeichnung“. Beim Tafelwein dürfen Trauben aus ganz Europa von zugelassenen Rebsorten verwendet werden. Außerdem darf Zucker zur Erhöhung des späteren Alkoholgehalts zugegeben werden. Der endgültige Alkholgehalt muss bei mindestens 8,5% liegen

Deutscher Landwein & Deutscher (Tafel)Wein

Bei diesen beiden Güteklassen müssen die Trauben aus Deutschland stammen. Beim Deutschen (Tafel)Wein müssen 100% der Trauben aus Deutschland stammen, jedoch nicht aus einem bestimmten Gebiet. Beim Deutschen Landwein müssen die Trauben zu 100% aus Deutschland und zu 85% aus einem bestimmten geographischen Gebiet. Auch bei diesen Weinen ist eine Anreicherung mit Zucker erlaubt und sie müssen ein Mindestmostgewicht von 44° Oechsle haben.

Qualitätswein

Die Qualitätsweine stellen die größte Gruppe deutscher Weine dar und müssen zur Herstellung 100% Trauben aus einem bestimmten deutschen Anbaugebiet enthalten. Alle Qualitätsweine werden sensorisch und analytisch kontrolliert, wodurch eine Mindestqualität gewährleistet wird. Je nach Rebsorte und Anbaugebiet müssen sie zwischen 50-70°Oechsle Mindestmostgewicht erreichen. Auch Qualitätsweine dürfen mit begrenzten Mengen Zucker angereichert werden. Sie müssen mindestens 7% vol. an Alkoholgehalt vorweisen. Zu erkennen sind Qualitätsweine an der Bezeichnung QbA sowie der Amtlichen Prüfnummer (AP-Nr.) auf dem Etikett.

Prädikatswein

Prädikatsweine sind Weine mit den höchsten Qualitätsanforderungen. Bei diesen Weinen ist eine Anreicherung mit Zucker verboten.Je nachdem welches der sechs Prädikate der Wein erfüllt, gelten Rebsorten spezifische und Anbaugebiet spezifische Werte für die Mindestmostgewichte, jedoch mindestens 70° Oechsle. Bei Prädikatsweinen wird zwischen den folgenden sechs Prädikaten unterschieden. Dabei steigen die die Anforderungen in aufsteigender Reihenfolge.

  • Kabinett: leichte, feine Weine aus reifen Trauben mit einem geringem Alkoholgehalt
  • Spätlese: elegante, feinfruchtige und reife Weine, aus etwas späterer Ernte
  • Auslese: edle Weine aus vollreifen Trauben, manuelle Auslese unreifer Beeren
  • Beerenauslese: Fruchtige volle Weine aus überreifen und edelfaulen Trauben
  • Eiswein: aus Trauben, die in gefrorenem Zustand (min. -7°C) geerntet und gekeltert werden. So wird nur das Fruchtkonzentrat ausgepresst(Mindestmostgewicht wie bei der Beerenauslese)
  • Trockenbeerenauslese: aus rosinenartig eingeschrumpften und edelfaulen Beeren hergestellt, ist sie die Spitze der Qualitätspyramide. Die Weine schmecken süß und honigartig und sind sehr gut lagerfähig.

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